Mein eigenes „Spotify Wrapped“:
Es ist kurz vor 9:00 Uhr morgens. Pünktlich zur vollen Stunde startet unser gemeinsamer Call – und damit der offizielle Startschuss für die Dashboard Week #3. Auf der Agenda: Die Themenvergabe. Drei spannende Optionen standen zur Auswahl: Klimawandel, FIFA oder Spotify Hörgewohnheiten. Die Spielregeln des Tages waren knallhart: Entweder du wählst dein Thema selbst, bist dann aber fest an Power BI gebunden. Oder du entscheidest dich für Tableau – musst das Thema dann aber komplett dem Zufall und einem Glücksrad überlassen. Für mich gab es kein langes Überlegen: Ich wollte unbedingt Spotify, also war Power BI meine Realität für den Tag.
Da der offizielle Daten-Export von Spotify meist einige Tage Geduld erfordert, konnte ich das Projekt heute noch nicht mit meinen eigenen Daten starten. Stattdessen habe ich mit den Streaming-Daten unseres Coaches gearbeitet. Das hielt mich aber nicht auf: Ich hatte sofort ein klares, detailliertes visuelles Schema im Kopf. Ich wollte eine moderne Oberfläche von Spotify nutzen.
Doch als ich tiefer in Power BI eintauchte, kam die Ernüchterung. Einige meiner Ideen ließen sich so tief und flexibel in Power BI gar nicht umsetzen – zumindest nicht ohne komplexe Workarounds für einfache Dinge wie horizontale Listen oder saubere Abstände. Die größte Herausforderung war jedoch der gnadenlose Zeitdruck: Um 16:00 Uhr musste das Dashboard fertig sein! Wenn man versucht, ein präzises Layout aus dem Kopf eins zu eins in Power BI zu erzwingen, während die Uhr tickt, fliegt die Zeit nur so davon. Ich musste meine Vision also schnell anpassen: Fokus auf funktionierende DAX-Formeln, weg mit den störenden weißen Rändern und Konzentration auf das Wesentliche. Pünktlich zur Deadline erstrahlte das Dashboard immerhin im echten Dark-Mode mit den wichtigsten KPIs.
Der Tag war intensiv und lehrreich, aber für mich ist das Projekt hier noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil: Ich habe jetzt erst recht Blut geleckt!
Mein Plan steht fest: Sobald meine eigenen Spotify-Daten da sind, werde ich dieses Dashboard komplett neu in Tableau aufbauen. Tableau bietet mir für mein Tableau Public Portfolio genau die gestalterische Freiheit bei freischwebenden Containern und pixelgenauem Design, die mir heute im Power BI-Zwang gefehlt hat. Mein perfektes visuelles Schema wird also doch noch Realität – und dieses Mal genau so, wie ich es will!
